So genießen Rosen den Sommer

Rose Jubile du Prince de MonacoEs ist eine der besonderen Freuden des Gärtnerdaseins, Pflanzen durch das Gartenjahr zu begleiten. Wer für Grünes und Blühendes zu sorgen hat, nimmt die Jahreszeiten viel intensiver und detailreicher wahr. Allerdings stellt jeder Monat auch ganz spezifische Ansprüche an Pflege und Düngung der Pflanzen. Grundsätzlich sind alle Pflanzen mit einer Reihe faszinierender Selbstversorgungs- und Schutzmechanismen ausgestattet, um sich vor großer Kälte, sengender Hitze oder zu viel Regen zu schützen. Oft tut man dann eher zu viel des Guten, als die Pflanze in ihrer eigenen Weisheit für sich selbst sorgen zu lassen. Andererseits wachsen inzwischen viele Zuchtpflanzen fern ihrer natürlichen Umgebung. Dabei gilt: Je weiter eine Pflanze von ihrem Ursprungsboden und den natürlichen klimatischen Bedingungen entfernt ist, desto mehr menschliche Fürsorge braucht sie.

Achtung bei Morgentau und kurzen Regengüssen

Rosen haben sich nun schon seit Jahrhunderten an alle möglichen Umfelder angepasst. Dabei haben sie allerdings gerade im Sommer und bei der hohen Hitze, die vielerorts etwa momentan herrscht, ein paar spezifische Bedürfnisse, auf die man nicht intuitiv kommen würde. An sich lieben so gut wie alle Rosen sonnige Standorte – je heller, desto lieber. Wichtig ist aber auch, dass regelmäßig ein kleines Lüftchen herrscht. Nur dann können die Blätter nach einem Regenguss oder dem morgendlichen Tau schnell genug abtrocknen und Pilzerkrankungen haben keine Chance. Ist es also nach einer Feuchtigkeitseinwirkung länger wirklich windstill, lohnt es sich, die Blattfeuchte zu überprüfen.

KletterroseVorsicht beim Wässern und Düngen im Sommer!

Oft wird der Fehler gemacht, Rosen bei Hitze zu überwässern. Dabei brauchen diese Blütenschönheiten überraschenderweise auch bei großer Trockenheit nur ein- bis zweimal in der Woche eine richtige Bewässerung, dann aber großzügig. Auch hier ist wichtig, dass die Blätter nicht bewässert werden. Die Düngung sollte man trotz des an sich hohen Nährstoffbedarfes ab Anfang August ganz einstellen. Das fördert die Verholzung der Zweige, die so den Winter besser überleben.

Über eine letzte Portion speziellen Rosendüngers Ende Juli freuen sich die Rosen aber.

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