Rosenüberwinterung fängt im Juli an

Zwar sind die Tage inzwischen kühler, aber will man jetzt wirklich schon an den ersten Frost denken? Dennoch: Langsam verblühen die letzten Rosen und es ist nicht verkehrt, sich schon mal auf ihre erfolgreiche Überwinterung vorzubereiten. Der erste Schritt hierfür findet eigentlich bereits im Juli, spätestens aber im August statt: Ab jetzt dürfen die Rosen nicht mehr mit stickstoffhaltigem Dünger versorgt werden. Nur so können die Triebe ausreichend aushärten, um sich selbst zu schützen. Ab Oktober können die Temperaturen dann wirklich empfindlich sinken – und vollkommen frosthart ist kaum eine Rosensorte. Am sensibelsten sind dabei die Veredlungsstelle und die Triebbasis, die weder Frost noch der Wintersonne ausgesetzt sein sollten. Gerade erstere sollte generell unbedingt unterhalb der Oberfläche gepflanzt werden.

Anhäufeln und abdecken: Mit diesem Winterkleid erträgt die Rose auch frostige Nächte

Mitte Oktober können Sie mit dem sorgfältigen Entfernen von Trieben und schwachen bzw. kranken Blättern beginnen. Diese entziehen der Pflanze nur unnötig Energie. Ein Beschnitt ist jedoch nicht angebracht; warten Sie damit besser bis zum Frühling. Ende Oktober sollten Sie dann mit dem Anhäufeln von Erde an der Zweigbasis beginnen. Hierfür ist eine Mischung aus Kompost und Mutterboden ideal. Die Triebbasis wird etwa 25 Zentimeter hoch bedeckt, damit das Holz nicht dem anstrengenden Wechsel von Tagessonne und Nachtfrost ausgesetzt ist. Alle dann noch sichtbaren Triebe bekommen eine Abdeckung aus Nadelholzzweigen. Das schützt nicht nur vor Wind und Sonne, sondern sieht auch anheimelnd aus. Nach dem die Frosttage sicher vorbei sind, entfernen Sie die Zweige und lassen die Rosenpflanze austreiben. Erst wenn der Austrieb etwa zehn Zentimeter gediehen ist, wird auch das Erdgemisch behutsam abgehäufelt.

Berücksichtigen Sie allerdings, dass diese Methode bei Stammrosen nichts nutzt, da diese ihre Veredlungsstelle unmittelbar unterhalb der Krone haben. Hier müssen Sie von oben nach unten vorgehen, indem Sie die Stelle selbst mit Reisig ummanteln und dann die komplette Krone mit einem Jutesack umgeben. Nutzen Sie auf keinen Fall Plastiksäcke oder Planen als Alternative. Das sich darunter bildende Kondenswasser kann gefrieren und die Pflanze zerstören. Ganz wichtig: Durchgehendes, mäßiges Gießen nicht vergessen! Durch die Winterkleidung wird die Pflanze schnell „vergessen“ und verdurstet dann unbemerkt.

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