Winterheide – die unterschätzte Blühpflanze

Nun ist definitiv der Herbst angekommen – und damit genau der richtige Zeitpunkt, den etwas trist werdenden Garten mit schönster Winterheide zu bepflanzen. Denn der ideale Pflanzzeitpunkt für die Erica carnea, so der lateinische Name der Schneeheide, liegt zwischen September und November. Natürlich möchte die Schneeheide auch in den anderen Jahreszeiten am Fleck verbleiben, denn sie ist eine mehrjährige Pflanze, die erst im zweiten Jahr so richtig heimisch im neuen Boden wird. Sollen karge Stellen deshalb nur für die kalten Monate mit frischen Farbflecken versehen werden, empfiehlt sich die Pflanzung in Töpfen und Schalen, die leicht versetzbar sind.

Ähnlich dem Rhododendron mag die Erika ihren Boden sauer und eher karg am liebsten. Mit nährstoffreicher Erde ist sie oft überfordert – tun Sie also bei der Pflanzung nicht zu viel des Guten, sondern betten Sie sie einfach in die ganz normale Gartenerde, der Sie eventuell einen Anteil Sand hinzufügen. Geben Sie an Wuchshilfe höchstens einmalig etwas Rhododendrondünger dazu, der dann ebenfalls einmalig im Frühjahr nochmals aufgefrischt werden kann. In der ersten Anwachszeit mag die Erika an trockenen Tagen täglich ein wenig Bewässerung; der Boden sollte spürbar feucht sein. Ihr Lieblingsstandort ist sonnig bis halbschattig.

Vor dem Pflanzen kann der Ballen der Winterheide gelockert und mit einem scharfen Messer ringsum längs eingeschnitten werden. Dann kommt er eine Weile unter Wasser, bevor er eingepflanzt und gegossen wird. Wenn Sie das erste Mal Heide pflanzen, dann machen Sie sich keine Sorgen, wenn der Ballen noch lange sichtbar bleibt: Oft entwickelt er erst nach 20 bis 24 Monaten richtige, kräftige neue Wurzeln.

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